Fisch-Mykobakteriose oder Fisch-TB

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Wasting Disease & Fischtuberkulose (Mykobakteriose)

Klinische Anzeichen

Mykobakterien neigen dazu, systemische Infektionen zu verursachen, die sich trotz guter Ernährung als Hautläsionen und Gewichtsverlust äußern können.

Zu den häufigsten Bakterienarten gehören: Mycobacterium marinum, Mycobacterium fortuitum & Mycobacterium platypoecilus. Fische, die an diesen chronischen Infektionen leiden, neigen dazu, granulomatöse Knötchen in ihren inneren Organen und gelegentlich auf der Haut zu entwickeln. Dies führt zu einer Vielzahl von organbezogenen Symptomen wie: Appetitlosigkeit, Abmagerung, Aszites, Farbverlust, Exophthalmie, Schuppenverlust, Rückenmarksdeformität, Gleichgewichtsverlust, Antriebslosigkeit, Finrot und äußere Ulzerationen des Körpers. Es können Hautabszesse auftreten, die von unten durchzubrechen/auszubrechen scheinen.

Diagnose

Anhand der klinischen Symptome wird eine vorläufige Diagnose gestellt. Eine definitive Diagnose kann leider nur durch eine Autopsie gestellt werden.

Bei der Autopsie können in den meisten Organen (insbesondere Leber, Niere und Milz) ausgedehnte granulomatöse, grau-gelbe Knötchen auftreten. Säurefeste Bazillen können mit ZN-Färbungen auf hitzegetrockneten Ausstrichen oder in der Histologie sichtbar gemacht werden.

Risikofaktoren

• Trägerfische

• Schlechte Tankhygiene

• Überfüllung

• Kannibalismus infizierter Fische

Behandlung

Mykobakterien neigen dazu, durch Kannibalismus von infizierten toten Fischen von Fisch zu Fisch zu gelangen. Daher ist es ein sehr wichtiger Aspekt der Mykobakterienbekämpfung – dass tote Fische umgehend aus den Tanks entfernt werden, damit kein Kannibalismus auftreten kann. Es ist auch möglich, dass bei lebendgebärenden Fischarten eine vertikale Übertragung von Eltern zu Nachkommen stattfindet. Wie bei vielen anderen Fischkrankheiten ist es wahrscheinlich, dass ein Trägerzustand vorliegt und scheinbar gesunde Fische die Krankheit beherbergen. Wenn diese Träger schlechten Umweltbedingungen und übermäßigem Stress ausgesetzt sind, kann es dann zu Ausbrüchen von Mykobakteriose kommen.

Wenn die Erkrankung früh genug diagnostiziert wird, können Medikamente wie Doxycyclin und Sulfafurazol systemisch (IM) verabreicht werden, jedoch mit begrenztem Erfolg. Betroffene Fische sollten von anderen Fischen isoliert werden und wenn sich ihr Zustand während der Behandlung verschlechtert, sollten sie eingeschläfert werden.

Da mit diesen Krankheitserregern ein Zoonoserisiko verbunden sein kann, ist beim Umgang mit betroffenen Beständen oder kontaminierten Geräten und Wasser unbedingt der Kontakt mit unbedeckter Haut zu vermeiden.

Einige glauben, dass Sie nach einem Ausbruch alle Geräte, Tanks und anderen Einrichtungen desinfizieren und alle betroffenen Fische ordnungsgemäß entsorgen. Einige empfohlene Desinfektionsmittel umfassen Oxidationsmittel (Chlor, Virkon), Jodophore, Alkohol und Phenole. Einige halten Mykobakterien jedoch für allgegenwärtig. Daher sind die Verbesserung der Aquarienbedingungen, die Verringerung von Stressfaktoren und die Verbesserung der Ernährung die zu ergreifenden Maßnahmen.

Verhütung

• Überfüllung vermeiden

• Verhindern Sie, dass sich organisches Material ansammelt

• Bewahren Sie parasitenfreie Fische

• Vermeiden Sie unnötige Handhabung

• Neue Fische für >2-4 Wochen unter Quarantäne stellen.



Source by Dr Richmond Loh

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